Folgeprojekt „QM-Nachhaltigkeitsmodul Milch 2.0“ (2020-2023)

Hintergrund
Die gesellschaftlichen Ansprüche an die Milcherzeugung, insbesondere zu Nachhaltigkeitsthemen, werden bei der Vermarktung von Milch bzw. Milchprodukten immer wichtiger. Marktpartner wie der Lebensmitteleinzelhandel und die Unternehmen der Lebensmittelindustrie drängen daher zunehmend auf den Nachweis einer nachhaltigen Wertschöpfungskette. Nachhaltigkeit wird immer mehr zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für die deutsche Milchwirtschaft.
 
Die deutsche Milchwirtschaft hat erkannt, dass Fakten benötigt werden, um einerseits sachliche und klare Bilder von der deutschen Milchproduktion zu zeichnen und andererseits den Prozess zu einer schrittweisen Weiterentwicklung zu mehr Nachhaltigkeit anzustoßen. Vor diesem Hintergrund wurde das „QM Nachhaltigkeitsmodul Milch“ von der Milchwirtschaft gemeinsam mit der Wissenschaft entwickelt und in einer deutschlandweiten, dreijährigen Pilotphase (2017-2020) erprobt.
 
Aufgrund der positiven Resonanz dieses Pilotprojektes wird seit Juli 2020 die Branchenlösung „QM-Nachhaltigkeitsmodul Milch 2.0“ mit bisher 28 Molkereiunternehmen für weitere drei Jahre fortgeführt. Projektpartner sind das Thünen-Institut für Betriebswirtschaft und der QM-Milch e.V. mit dem Deutschen Bauernverband (DBV), dem Deutschen Raiffeisenverband (DRV) und dem Milchindustrie-Verband (MIV) als Trägerverbände. Die Datenbank für die Erfassung und Haltung der Daten aus der Erhebung bei den Micherzeugern liegt beim Landeskontrollverband Nordrhein-Westfalen (LKV NRW).
 
 
Ziele des Folgeprojekts zum Einsatz des QM-Nachhaltigkeitsmoduls Milch 2.0
  • Das QM-Nachhaltigkeitsmodul 2.0 in der Breite verstärkt anwenden und als tragfähiges Branchentool in der Praxis einsetzen.
  • Molkereien und Milcherzeugergemeinschaften und ihre Erzeugerbetriebe bei einer nachhaltigen Weiterentwicklung der Milcherzeugung unterstützen.
  • Mit Hilfe der Status-Quo-Erhebungen, die Stärken und Schwächen der Milcherzeuger ermitten, Verbesserungspotenziale identifizieren und angehen, Ziele definieren für die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Milcherzeugung sowie mögliche Umsetzungsmaßnahmen entwickeln.
  • Den Dialog über die relevanten Themenbereiche und Veränderungsprozesse hin zu einer nachhaltigeren Milcherzeugung fortführen und Verbesserungsprozesse anstoßen.
  • Fakten liefern, um gegenüber Marktpartnern und Gesellschaft auskunftsfähig zu sein, "wo man in Sachen Nachhaltigkeit steht" und wie sich der Nachhaltigkeitsstatus entwickelt.
  • Intensiven Dialog mit den verschiedenen Stakeholdern weiterführen.
  • Kommunikation innerhalb und außerhalb der Branche ausweiten.
  • Das gesamte Konzept auf Basis der Erfahrungen kontinuierlich weiterentwickeln.
 
Aufgaben des Folgeprojektes und Zuständigkeiten zum Einsatz des QM-Nachhaltigkeitsmoduls Milch 2.0
 
 
 
 
 
Ansprechpartner im Folgeprojekt zum Einsatz des QM-Nachhaltigkeitsmoduls Milch 2.0
 

Thünen-Institut für Betriebswirtschaft:
 
 
 
Beteiligte Wissenschaftlerinnen:
 
Prof. Dr. Hiltrud Nieberg: hiltrud.nieberg@thuenen.de
 
Dr. Julia Johns: julia.johns@thunen.de
 
Dr. Birthe Lassen: birthe.lassen@thuenen.de
 
 
QM-Milch e.V.:
 
Ludwig Börger, QM-Milch e.V. / Geschäftsstelle: l.boerger@qm-milch.de
 
Nannette Pankow, QM-Milch e.V. / Geschäftsstelle: n.pankow@qm-milch.de
 
Dr. Gisela Runge, QM-Milch e.V. / MIV: runge@milchindustrie.de
 
Heinrich Schmidt, QM-Milch e.V. / DRV: schmidt@drv.raiffeisen.de