Pilotphase

Pilotphase für den Einsatz des „Nachhaltigkeitsmodul Milch“

Die Partner des Vorhabens
Das „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ wurde vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft zusammen mit dem Projektbüro Land und Markt im Auftrag des QM-Milch e.V. erarbeitet. Seit Frühjahr 2017 wird das „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ erstmals und bundesweit in der Praxis eingesetzt – in Form des Pilotprojektes „Nachhaltigkeitsmodul Milch: Umsetzung und Praktikabilitätsprüfung eines branchenbezogenen Konzeptes zur nachhaltigen Entwicklung der Milcherzeugung in Deutschland“. Das Pilotprojekt ist auf drei Jahre festgelegt und läuft bis April 2020.
Partner im Pilotprojekt sind das Thünen-Institut für Betriebswirtschaft, der QM-Milch e.V. mit den Trägerverbänden Deutscher Bauernverband (DBV), Deutscher Raiffeisenverband (DRV) und Milchindustrie-Verband (MIV) sowie das Projektbüro Land und Markt. Ebenfalls eingebunden ist der Landeskontrollverband Nordrhein-Westfalen. Praxispartner sind bundesweit 34 Molkereien unterschiedlicher Größe und Ausrichtung, die das Nachhaltigkeitsmodul anwenden und eine Erhebung bei den Milcherzeugern durchführen werden.
 
Förderer des Pilotprojektes: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung. Das Pilotprojekt wird vom Bund mit rund 770.000 Euro gefördert.




Ziele des Pilotprojektes
Die Ziele des Pilotprojekts sind es,
  • das Konzept „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ in der Praxis einzuführen,
  • die Praktikabilität und Anerkennung bzw. Akzeptanz des Konzeptes bei   Milcherzeugern, Molkereien, der weiterverarbeitenden Industrie, beim Handel und bei verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zu überprüfen und
  • das derzeitige Konzept weiterzuentwickeln.




Die Aufgaben in der Pilotphase
Das Projekt setzt sich aus vier Hauptaufgaben zusammen:
 
  • Das „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ einführen und testen
    Die Molkereien befragen ihre Milcherzeuger mit dem Fragebogen des „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ und geben die Daten in eine zentrale Datenbank ein. Bei diesem Prozess werden die Molkereien vom Projektbüro Land und Markt begleitet. Die Daten werden vom Thünen-Institut ausgewertet und die Ergebnisse bei den jeweiligen Molkereien und Milcherzeugern vorgestellt. Die Fakten zum Status quo werden angesehen und diskutiert, Ziele zur Weiterentwicklung einer nachhaltigen Milcherzeugung formuliert und Maßnahmen zur Umsetzung erarbeitet. 
  • Die internationale Anschlussfähigkeit des „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ prüfen
Hier geht es darum, in einer Umfeldanalyse Nachhaltigkeitskonzepte der internationalen Milchbranche wie unter anderem die Global Dairy Agenda for Action zu untersuchen. Auf diese Weise sollen wichtige internationale Entwicklungen im Themenfeld nachhaltige Milcherzeugung beobachtet werden, um das „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ im nationalen und internationalen Kontext einordnen und entsprechend weiterentwickeln zu können.
  • Die Praktikabilität und Akzeptanz des „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ prüfen
Für die Evaluierung werden die Perspektiven der beteiligten Milcherzeuger und ihrer Molkereien sowie die Sicht von Handel, verarbeitender Industrie und NGOs auf das bisher umgesetzte Konzept und die in dessen Rahmen durchgeführten Aktivitäten eingeholt. Die Ergebnisse sollen konkrete Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung des Konzeptes liefern.
  • Ein zukunftsfähiges Konzept erarbeiten
Die Ergebnisse der Evaluierung und die Erfahrungen des Pilotprojektes werden in die Weiterentwicklung einfließen. Es wird ein Konzept für die weitere Nutzung des Nachhaltigkeitsmoduls Milch für die Zeit nach der Pilotphase erarbeitet. Die Nutzung des Konzeptes durch weitere Molkereien ist geplant und damit dessen weitere Verbreitung als Branchenlösung der deutschen Milchwirtschaft.
Ergebnisse der Pilotphase
Mit Hilfe des Nachhaltigkeitsmoduls wird ein bundesweit möglichst einheitliches Verständnis der für Milchviehbetriebe bzw. für die Milcherzeugung relevanten Nachhaltigkeitsaspekte angestrebt. Im Ergebnis soll eine geeignete, nach außen transparente Branchenlösung zur nachhaltigen Entwicklung der Milcherzeugung vorliegen. Neben der Datenbank, dem Kriterienkatalog sowie dem Fragebogen soll auch ein Praxis-Leitfaden „Prozess nachhaltige Entwicklung der Milcherzeugung“ (Arbeitstitel) Bestandteil des nach Abschluss der Pilotphase weiterentwickelten Konzeptes „Nachhaltigkeitsmodul Milch“ sein. Die Obhut und weitere Verbreitung des Konzeptes werden beim QM-Milch e.V. liegen.
 
 
Ansprechpartner für die Pilotphase:
Prof.  Dr. Hiltrud Nieberg und Dr. Birthe Lassen, Thünen-Institut:
 
Dr. Heike Kuhnert, Land und Markt:
 
Ludwig Börger und Nannette Pankow, QM-Milch e.V.- Geschäftsstelle / DBV:
 
Dr. Gisela Runge, QM-Milch e.V. / MIV:
 
Heinrich Schmidt, QM-Milch e.V. / DRV: